Badische Kalbsvögelchen

nach einem alten Kochbuch vom vorletzten Jahrhundert..

  • Willst Du einen Extraschmaus,
  • frag ob Kalbfleisch ist im Haus.
  • Von der Keule unterwärts,
  • Laß Dir schneiden, liebes Herz,
  • Eine Scheibe – doch nicht mehr,
  • Als ein Viertelpfündchen schwer.
  • Nimm das Messer dann zur Hand,
  • Klopf sie sorgsam und gewandt,
  • Ohne daß die scharfe Schneide
  • Durch das Fleisch aufs Hackbrett gleite.
  • Drauf zerschneide mit Geschick
  • In fünf Streifchen Du das  Stück,
  • Leg auf jedes etwas Speck,
  • Umgedreht in Mehl und Weck,
  • Salz und Zwiebeln feingeschnitten,
  • Pfeffer auch ist wohlgelitten.
  • Roll die Streifen zierlich um,
  • Binde fest ein Fädchen drum,
  • Daß beim Braten in der Stille,
  • Nicht herausspaziert die Fülle.
  • Laß das Fleisch in Butter schwitzen,
  • Gieß dabei in aller Ruh
  • Immer etwas Fleischbrüh zu,
  • Und nach zehn Minuten schon
  • Hast Du den verdienten Lohn:
  • Auf der Platte glänzend braun,
  • Sind die Vögelchen zu schaun.
  • Und bei Tische froh entzückt
  • jeder Gast sich dran erquickt.

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