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Blogwichteln

So, heute ist der 15. Dezember und heute ist Blogwichteltag. Derjenige der mir zugelost wurde schreibt mir folgendes:
Ich war 14 als ich kochen lernte. Also so richtig. Einige kleiner Experimente gab es auch schon vorher, aber in der Regel hatte bis dahin meine Mutter diese Aufgaben im Alltag und mein Vater an Feiertagen übernommen.

Wir waren frisch umgezogen und an der neuen Schule gab es zwar eine Mensa, aber diese auch an Tagen zu besuchen an denen meine Schwester und ich keine Nachmittagsschule hatten, hätte uns wie armselige Schlüsselkinder aussehen lassen. Wir waren zwar Schlüsselkinder, mit 14 und 11 nun wirklich unproblematisch, aber armselig waren wir nicht. Also beschlossen wir, dass das Mensaessen eklig war und wir selber kochen wollten. Meine Mutter lies uns das durchgehen und so konnten wir die 2 Mark pro Kind die die Mensa kostete in andere Formen der Lebensmittel investieren.

Am Anfang war da einiges an Süßkram dabei, die lokale Bäckerkultur mit Apfeltaschen und Schäumle faszinierte uns, auch Tütensuppen erfreuten sich großer Beliebtheit. Nach und nach war uns das, also vor allem mir, langweilig und wir suchten nach Alternativen. Wir fingen an die Tütensuppen zu variieren, mit Gemüse- und Wurstzusätzen z.B., und eigene Gerichte aus unprozessierten Zutaten zu kochen. Irgendwann wechselten wir dann in einen geplagteren Modus, wir schrieben Zutaten auf den Wocheneinkaufszettel und auch das eine oder andere Kochbuch kam neu dazu. Eines jedoch hat sich lange gehalten; die Soße zu meinem Lieblingsgericht, Spaghetti mit Tomatensoße, kam Jahre lang aus dem Glas.

Heute habe ich fast alle prozessierten Lebensmittel aus meinem Repertoire verbannt. Nur die gepulverte Gemüsebrühe, bio und ohne Geschmacksverstärker, und die Chilisoßen sind geblieben. Und weil dies ja ein Blog über Kochbasics ist möchte ich der Versuchung widerstehen ein ausgefallenes Gericht einzureichen. Stattdessen überlasse ich euch heute hier meine aktuelle Itteration meines klassischen Lieblingsgerichtes.

<strong>Spaghetti mit Tomatensoße</strong>

<em>Zutaten für zwei Portionen:</em>
viel Olivenöl
1 Zwiebel fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen fein gehackt
2-4 Peperoni (nach schärfe Verträglichkeit) in feine Ringe geschnitten
1 Dose Tomaten (im Winter) zerkleinert
oder 4 reife schöne Tomaten (im Sommer) zerkleinert
1 Salbeizweigchen zerzupft
2 Esslöffel Balsamico
1 Esslöffel Zucker
Salz zum abschmecken

200g Spaghetti

viel Parmesan gerieben

1. Setze das Nudelwasser auf.
2. Erhitze das Öl in einer großen Pfanne. Ein Topf geht zwar auch, darin wird aber der Geschmack anders. Beim abmessen des Olivenöls, nimm so viel wie du ertragen kannst. Der Geschmack der Soße ist dann am besten, wenn die Zwiebeln in einem See Olivenöl schwimmen. Ich weiß aber dass es genug Leute gibt denen bei dem Gedanken an so viel Fett schlecht wird, oder die die Textur von Öl nicht ausstehen können.
3. Gebe Zwiebel, Knoblauch und Peperoni hinzu und brate sie bei hoher Hitze bis sie golden sind.
4. Gebe die Tomaten, den Balsamico, den Zucker und den Salbei hinzu.
5. Lasse die Mischung nun bei mittlerer bis geringer Hitze einkochen. Inzwischen sollte auch das Nudelwasser heiß sein. Wenn das Wasser sprudelt, gib die Nudeln hinzu und koche sie wie gewohnt, aber nur bis sie fast fertig sind.
6. Salze die Soße nach Bedarf.
7. Wenn die Nudeln fast fertig gekocht sind gieße sie ab und gebe sie in die Tomatensoße.
8. Bei mittelstarker Hitze haben die Soße und die Nudeln nun 4 min Zeit zum amalgamieren, sich mischen.
9. Wenn die Nudeln gar sind, serviere sie mit (oder ohne) Parmesan.

Ich wünsche einen guten Appetit und eine erfreuliche, wohlgenährte Weihnachtszeit.

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Cassoulet ein französischer Bohneneintopf

Das Cassoulet ist ein französischer Eintopf aus weißen Bohnen, Schweinefleisch oder Hammelfleisch, Gans oder Ente, Würstchen,Tomaten und Kräutern.
Ich habe den Eintopf in Frankreich gegessen und hier ist nun ein bisschen Hintergrundwissen dazu.
Das Cassoulet ist eine Spezalität aus der Gascogne ( liegt im Süd-westen von Frankreich ). Schon die Römer ergötzten sich an einem ähnlichen Gericht,einer herzhaften, fetten Mischung verschiedener Zutaten.
Bohnen sind wichtig für das Cassloulet. Es müssen gute Bohnen sein, die milden weißen, über Stunden eingeweichten und gegarten Bohnen, die sich auch gut für Suppen eignen. Es ist ein einfaches Gericht und doch sehr kompliziert. Die Herstellung dieses Fleischtopfes bedarf viele Stunden Garzeit. Es wird von einem Cassoulet erzählt, das 20 Jahre in demselben Steinguttopf bei kleinem Feuer auf dem Herd von Mère Clèmence stand. Von Zeit zu Zeit fügte sie ein Stückchen Gans hinzu, etwas Speck, Würstchen oder weiße Bohnen. Aber im Grunde blieb es immer das gleiche Cassoulet, von dem einmal in der Woche gegessen wurde. Eigentlich eine ganz einfache Geschichte-wenn man einen Holzherd in der Küche stehen hat, den man immer anheizt. Es geht bei dem Gericht einfach um das langsame Kochen. Die meisten Rezepte schreiben mindestens fünf Stunden im Ofen vor,doch lässt sich diese Garzeit durch das Vorkochen der Zutaten verkürzen.
Der Verzehr eines Cassoulet kommt in Languedoc eine besondere Bedeutung zu. Das ging so weit, dass der Schuster von Castelnaudary einmal in der Woche ein Schild an seine Türe zu hängen pflegte: Heute wegen Cassoulet geschlossen!!

Und so wird es nun gemacht:
1 El Öl, 1 große Zwiebel in Scheiben, 100g gewürfelter Schinken, 1Kg Schweinebauch in Würfeln, 100g getrocknete Bohnen über Nacht eingeweicht, 250g Knoblauchwurst gewürfelt, 750ml Fleischbrühe, 250g Tomaten aus der Dose, Gewürzsträußchen, Salz und Pfeffer, 100g Semmelbrösel.
Das Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Schinken 3 Min. anbraten. Das Schweinefleisch zugeben und 5 Min. anbraten. Die abgetropften Bohnen und die Knoblauchwurst, die Tomaten , Kräuter und Salz und Pfeffer dazugeben. Zehn Minuten kochen lassen und dann in eine Kasserolle umfüllen. Zugedeckt 2 Stunden im Backofen schmoren. Die Semmelbrösel darüberstreuen und ohne Deckel eine weitere Stunde in den Ofen schieben.
Heiß servieren. Hier ist bei Robert ein auch ein sehr leckeres Cassoulet mit Wildgeflügel zu finden.

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Mein Couscous Salat

Was richtig leckeres für den Sommer ist der Couscous Salat. Er ist auch für blutige Kochanfänger ganz leicht zu machen, wenn man ein paar Sachen beachtet:

mein Couscous Salat Inchies für den Shop 004.jpg

mein Couscous Salat

Für 4 Personen nehme ich 250g Couscous und bereite ihn so zu, wie s auf der Packung steht. Allerdings nehme ich mehr Wasser und gebe einen Brühwürfel Gemüsebrühe und Salz dazu. Der Couscous soll kein fester Brei werden, lieber gieße ich die restliche Flüssigkeit nach dem Quellen wieder ab und lasse ihn auskühlen.

Nun kommen ca. 4 kleingeschnittene ( kleine Würfelchen) Tomaten dazu, 2 kleingeschnittene Frühlingszwiebeln, 1 Bund glatte Petersilie, 1/2 rote Paprika auch ganz klein geschnitten, einige Blättchen Minze und 1 Knoblauchzehe.

Der Salat wird angemacht mit Ölivenöl, Zitrone, Salz und Pfeffer. Abschmecken und fertig.

Er ist eine tolle Beilage zu Gegrilltem und schmeckt wenn er einige Stunden im Kühlschrank gestanden hat erst richtig gut.

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Melanzane

Melanzane ist ein Sommergericht obwohl es kein leichtes Gericht ist. Es liegt wohl an den Tomaten die verwendet werden. Da das Frühjahr so lange auf sich warten lässt, habe ich Melanzane mit Dosentomaten gemacht, die ohnehin besser schmecken wie fade Wassertomaten.

Es ist ein Rezept das schon sehr lange in meinem Kochbuch steht. Ich habe es oft gemacht, denn es ist ein köstliches Gericht das eigentlich nie reicht. Dazu braucht man einen hochwandigen Bräter, den  ich hier mal rausgesucht habe. Er sollte in keinem Haushalt fehlen.

  • Ich habe das Gericht für 6 Personen gekocht. Dafür braucht man 1 Kg gemischtes Hackfleisch
  • 2 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer und scharfes Paprikapulver.
  • 3 Auberginen, 4 Päckchen Mozzarellakäse, 2 große Dosen Tomaten ( oder frische gutschmeckende Tomaten ) frisches Basilikum, Olivenöl ( kein kaltgeschlagenes ) und Zitonensaft.
  • Das Hackfleisch wird nur mit etwas Öl, kleingeschnittener Zwiebel und Knoblauch gut angebraten. Es soll schön krümelig werden. Mit Salz und den Gewürzen gut abschmecken.

Nun werden die Auberginen in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten und in Ölivenöl von beiden Seiten braun gebraten. Sie saugen sich enorm voll Öl aber nur so schmecken sie richtig gut. Bitte nicht mit Öl sparen, sonst schmeckt das Gericht nicht gut. Die Auberginenscheiben werden gesalzen, mit Zitronensaft beträufelt und in die Bratraine gelegt. Das Hackfleisch wird darüber verteilt. Über das Hackfleisch kommen die Tomaten aus der Dose die ich halbiert habe. Auch diese Schicht wird gut gewürzt mit Salz und Pfeffer. Nun kommt der in Scheiben geschnittene Mozarella und reichlich Balilikum darüber ( bei mir war es jetzt Petersilie ). Nun kommt der Auflauf für ca 30 Min bei 200°C in den Backofen. Der Mozarella soll schön zerlaufen und knusprig sein. DerAuflauf kommt direkt mit der Form auf den Tisch. Dazu gibt es einen leichten italienischen Rotwein-leicht gekühlt  und ein Baguette.

Wilhelm ist herrlich blöd, bitte sucht nicht nach dem Sinn.

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eine sehr gute, rohe Tomatensoße

  • Das ist keine Tomatensoße zum gleich essen, die Tomatensoße muß über Nacht im Kühlschrank ziehen.
  • 500 g reife Tomaten ( wenn die Tomaten nur nach Wasser schmecken, wird die Soße nichts)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 kleine rote Chillischoten
  • Salz
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 8 EL gutes Olivenöl

Die Tomaten kleinschneiden und dann grob hacken. Den Knoblauch durchpressen, Petersilie und Basilikum fein hacken. Die Chillischoten entkernen und ganz klein schneiden. Dann alle Zutaten über Nacht, abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen. Nochmal abschmecken und kalt über heiße Nudeln geben. Aber wie gesagt, die Soße schmeckt nur gut, wenn es gute Tomaten sind.

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Fenchel mit Feta und Oliven

  • 6 Fenchelknollen
  • 2 Knoblauchzehen – fein gehackt
  • 4 El Olivenöl
  • 150g Fetakäse
  • 1 /2 Tl gemahlener Kreuzkümmel
  • 50g getrocknete Tomaten in  Öl  abgetropft
  • 100g Kalamata Oliven
  • Salz, Pfeffer

Fenchelgrün abzupfen und fein hacken. Den Fenchel in dünne Scheiben schneiden. Die Gewürze mit dem Öl mischen. Fenchel auf ein Backblech verteilen,das gewürzte Öl darübergeben und bei 200°C 20 Min. garen. 5 Min.vor Ende der Garzeit Feta, Oliven und Tomaten dazutun. Vor dem Servieren das Fenchelgrün darüberstreuen.

Bauernbrot schmeckt gut dazu

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