Kategorie-Archiv: Backen

Kirschenmichel- oder ein Michel mit Äpfeln

Bilder vom Abendmarkt und Gemüsevom Feld 004.jpgDer Kirschenmichel ist auch wieder so ein altes Rezept, das nicht in Vergessenheit geraten sollte. Er geht so einfach und schmeckt so gut, daß immer alle begeistert sind .

Mein Rezept geht so: Ich schneide dünne Scheiben von einem Baguette vom Vortag. Diese Brotscheibchen kommen in eine große Schüssel und werden mit ca. 1/2L kochendheißer Milch übergossen. Die Milch soll das Brot aufweichen aber nicht matschig machen. Nun kommen 5 ganze Eier, eine handvoll Zucker- und Hatweizengrieß und ein Päcken Mandelstifte und 1 Teelöffel voll  Zimt dazu. Diesen Teig vermengen und unbedingt abschmecken. Es kann gut sein, daß der Zucker nicht jedem reicht ( ich mag den Kirschenmichel nicht zu süß ). Nun kommen 2 Gläser abgetropfte Sauerkirschen in die Masse- einmal kurz umrühren und schon fertig.

Diese Teigmasse wird jetzt auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und glattgestrichen. Ich mache dann in die Masse mit einem Teelöffel kleine Löcher ( etwa 6-8 ) und gebe je 1 Teelöffel voll Butter in die Löcher.

Der Kirschenmichel wird bei ca. 180°C  Unter-und Oberhitze 45 Min. gebacken.

Er schmeckt sehr gut lauwarm, aber natürlich kann man ihn auch kalt essen.

Ich hatte gestern keine Kirschen im Haus- aber selbstgemachtes Apfelkompott mit Rosinen im Keller. Also, habe ich das mal anstelle der Sauerkirschen mal mit Apfelkompott ausprobiert. Dabei das stückige Apfelkompott nicht einfach unter den Teig gerührt, sondern die Brotmasse auf das Backblech gestrichen das Kompott in kleinen ” Inselchen ” dazwischen verteilt. Dir -Nicole,- hat der Kirschenmichel mit Apfelkompott besser geschmeckt :-)

Ich werde ihn wieder machen.

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Fleischlose Tage – Rupfhauben

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Kochen mit Erika: Mit Mehlspeisen kann man das Fasten überlisten

Fasten hin oder her – ganz ohne Lebensfreude, ganz ohne Geselligkeit sollten auch diese vorösterlichen Wochen nicht bleiben. Vor allem dann, wenn in der Familie Geburtstage und Namenstage in diese Zeit fallen und man diese auch gebührend feiern möchte. Die fleischlosen Tage sind in Bayern, besonders im bäuerlichen Lebensraum, unter den strengen Augen der Geistlichkeit mit großer Gewissenhaftigkeit gehalten worden. Neben den Freitagen gab es die vierzigtägige Fastenzeit, das Sommer- und das Adventsfasten. Das hat die Hausfrauen wendig und schlau gemacht. Sie wussten ihren Lieben Schmackhaftes zu bieten, das zwar fastenmäßig bescheiden, aber dennoch köstlich sein sollte.

Kaum eine andere Art von Speisen sind für die Fastenzeit so charakteristisch wie die Mehlspeisen. Rahm, Sahne, Zucker, Eier – obwohl ganz früher noch verboten – werden verschwenderisch für Strudel, Kuchen und Süßspeisen verwendet. Was es da aus den eigentlich immer gleichen Zutaten alles gibt, ist erstaunlich. Aus dem guten weißen Mehl, aus ihren großen Schmalztöpfen, und mit den Produkten des wieder fleißiger legenden Federviehs vermochten die Bäuerinnen das Vorhandene mit Phantasie zu variieren. Man könnte wochenlang bei einer guten bayrischen Hausfrau sein und immer wieder etwas Neues kennen lernen. Dampfnudeln, Rohrnudeln, Kartoffelnudeln, Grießschnitten, Scheiterhaufen und die Vielzahl an Knödeln – wer mag sie aufzählen. Sie waren und sind ebenso nahrhaft wie preiswert. Man kann sich ob der Reichhaltigkeit durch ein Schlaraffenland von Mehlspeisen durchessen und täglich aufs Neue entzückt sein. Doch dürfte es dabei ratsam sein, die Mahlzeiten an anderer Stelle etwas bescheidener zu bemessen. Denn all die Herrlichkeiten aus Mehl, Rahm und Eiern haben leider Kalorien in sich, und unversehens hat man diese bald an sich. Wer möchte das in einer Zeit, in der alles nach der schlanken Linie strebt?

Eine eher seltene Fastenspeise sind „Rupfhauben“, dieses urbayrische Schmankerl ähnelt ein bisschen dem Rezept für Dampfnudeln. Aber das Besondere an den Rupfhauben ist ihre eigenartige Form .

Und so werden die Rupfhauben gemacht:

So stehen sie in einem alten Kochbuch:

Aus 1 Pfund Mehl, Salz, 1/8L Wasser, 2Eiern, 10g Hefe bereitet man auf dem Brett einen feinen, ziemlich festen Nudelteig, in dem man die Hefe trocken einbröseln lässt. Der Teig wird dadurch lockerer.

Dann wälzt man ihn zu einer Rolle und schneidet davon kleine Stücke ab. Diese walkt man zu untertellergroßen, messerrückendicken Fladen aus und lässt sie eine Viertelstunde liegen. In einem breiten, niedrigen Tiegel lässt man ein Stück Butter oder Butterschmalz und 1/2 L Milch aufkochen ( man kann auch 1 EL Zucker und einige Apfelstücke dazugeben ), nimmt die Teigflecke in der Mitte hoch und stellt sie wie Zelte ( Hauben )  dicht nebeneinander in die heiße Milch. Dann deckt man sofort zu Deckel muss gut schließen. Ohne dass derTopf geöffnet werden darf, müssen die Hauben bei mittelgroßer Hitze nun eine halbe Stunde kochen. Der Dampf hält die Hauben in Form. Die Hauben kündigen ihr ” wir sind fertig ” durch das Knistern des Fettes an. Das verrät, dass alle Flüssigkeit aufgesogen ist.

Sie müssen schöne braune und saftige Krusten ( Ramerl ) haben. Man nimmt sie mit dem Backschäuferl heraus, stell sie aufvorgewärmte Teller und isst dazu Eingemachtes oder Kompott.

Quelle: Suedkurier

Ich habe das Rezept noch nicht nachgemacht, desshalb gibt es noch kein Bild dazu. Habe es aber vor, denn das Rezept klingt vielversprechend.

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Kürbis Feta Plätzchen

Ich habe die Kürbis Feta Plätzchen von Tobias nachgebacken.

Sie sind wunderbar saftig und durch das Chili sehr pikant. Ich habe in meinen Teig noch eine handvoll geröstete Cashewnuss Kerne gegeben. Die Kürbisstücke habe ich in der Pfanne leicht mit Olivenöl angebraten. Die Plätzchen schmecken lauwarm am Besten. Sehr gut finde ich sie zur Kürbissuppe oder zu einem gemischten Salat.

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Butterkuchen

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Norddeutscher Butterkuchen ( von meiner Tochter,  in Australien gebacken und geschrieben  )

Bei meiner Oma, die ursprünglich aus Norddeutschland kam, gab es immer selbstgemachten Butterkuchen zum Tee. Mein Bruder und ich haben ihn geliebt. Vor allem wenn es ihn ganz frisch und noch ein kleines bisschen warm gab.

Norddeutscher Butterkuchen in Australien gebacken

Norddeutscher Butterkuchen in Australien gebacken

250 ml Milch
1 frische Hefe
50 g Zucker
400 g Mehl
1  Ei
Salz
75 g zerlassene Butter
150 g kalte Butter
Zucker
Mandelblättchen

Die Milch leicht erwärmen. Den Zucker einrühren und die Hefe darin auflösen. Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Prise Salz, das Ei und die zerlassene Butter dazugeben. Die Hefemilch dazu und alles zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort (oder im Backofen bei 50°C) für 15 min gehen lassen. Gut durchkneten und noch mal 15 min gehen lassen. Ein Backblech mit hohem Rand gut einfetten, den Teig darauf verteilen und noch mal gut aufgehen lassen.
Nun in den Teig in ca. 5 cm Abstand mit dem Daumen Vertiefungen drücken und die gekühlte Butter in Flocken darin verteilen. Den Kuchen gut mit Zucker bestreuen und Mandelblättchen darauf verteilen. Nach ein letztes Mal gehen lassen und dann im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 15-20 min backen.


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Dinnele,Dinnete,Dinne oder auch Dünnele oder schwäbische Pizza

Wir nennen sie Dünnele und sie schmecken einfach nur gut.

Wie so manches gutes Gericht entstand das Dünnele so nebenbei. Wenn die Bauersfrauen ihr Brot gebacken haben, dann machte das viel Arbeit. Es war ja auch nicht nur ein Brotlaib der gebacken wurde, es waren schon einige Laiber, die in den heißen Brotbackofen geschoben wurden. Der Ofen wurde  angeheizt und musste eine bestimmte Temperatur haben. War der Ofen zu heiß, verbrannte die Kruste und das Brot war  nicht durchgebacken. Da die Bauersfrauen diese erste  große Hitze des Ofens nutzen wollten und an dem Brotbacktag nicht auch noch gekocht werden sollte , entstanden  die Dünnele.

Man nahm einen Teil des Brotteiges, formte ihn zu ganz dünnen Fladen und belegte ihn mit dem was man hatte.  Das waren  Speck,  Zwiebeln,  Äpfel,  gekochte Kartoffeln oder  Käse. Damit dieses nicht zu trocken wurde,  gab man einen Löffel Rahm auf den Teig und darüber zum Beispiel den kleingeschnittenen Speck. Dieses Dinnele schob man in den Ofen,  der dünne Teig konnte die große Anfangshitze des Backofens vertragen,  die Dinne war schnell gebacken.  Die Familie bekam ihr Mittagessen auf die Hand, der Brotbackofen hatte nun seine richtige Temperatur für das Brot.


Im Badischen gibt es einige Lokale die sich auf Dünnele spezialisiert haben.  Sie werden im Steinbackofen gebacken und sofort serviert.  Man isst sie nicht mit Messer und Gabel sondern wie ursprünglich  aus der Hand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sie zu belegen. Der Grundbelag ist immer Schmand, darauf kann kleingeschnittener Speck, geriebener Käse, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Spinat, grober  Pfeffer, oder Apfelringe ( diese werden mit Zucker u. Zimt bestreut ) gelegt werden. Wie man seinen Dünneleteller zusammenstellen will kann man wählen. Getrunken wird dazu Most. Wir essen unsere Dünnele gerne im Gasthaus Kranz in Liggeringen. Eine urig eingerichtete alte Kneipe in der man nie Platz findet, sie ist immer voll. Im Sommer kann man unter Kastanienbäumen draussen sitzten, aber nur wenn man sich einen Platz reserviert hat.

Aaber… Dinnele kann man natürlich auch selber machen, unsere haben mindesten so gut, nein, sie haben besser geschmeckt!!Eignungstest 024.jpgEignungstest 021.jpgEignungstest 026.jpgEignungstest 023.jpg

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Wie mache ich richtig gute Pfannkuchen?

Meine Pfannkuchen, die ich immer zu Hauf machen muss, sind richtig dünn. Weil alle so begeistert von diesen Pfannkuchen sind, werde ich mal aufschreiben , wie ich die mache- auch Bilder gibts dazu zum Anschauen. Ich denke, so kann man sie dann leicht nachmachen.

Erst braucht man möglichst frische Eier ( das Dotter ist bei frischen Eiern schön fest-läuft nicht auseinander ) . Diese Eier rühre ich mit dem Handrührer schaumig, das dauert etwa eine halbe Minute. Dann kommt eine Prise Salz dazu. Nun gieße ich Milch in die Masse und quirle noch mal durch. Jetzt erst kommt das Mehl 405 er gutes Mehl- nicht das billigste kaufen. Billiges Mehl fühlt sich oft so feucht und schwer an. Ich gebe so viel Mehl in die Flüssigkeit, bis es ein nicht zu dicker Teig wird. Kräftig quirlen. Auf dem Bild kann man glaub ich gut sehen wie dick der Teig werden sollte. Jetzt gebe ich noch einen Schuß neutrales Öl in den Teig und lasse den Teig eine halbe Stunde stehen. Das Mehl fängt an zu quellen, der Teig wird dicker. Es ist gut möglich, dass ich noch einen Schluck Milch dazugebe.

Nun brauche ich eine flache, gute beschichtete Pfanne, ich bin mit dieser sehr zufrieden nicht nur für Pfannkuchen. Ich  stelle sie auf eine große Heizstelle und stelle die Hitze auf groß. Für den ersten Pfannkuchen brauche ich etwa einen El Öl für die Pfanne. Mit einer Schöpfkelle gieße ich nun schnell den Teig in die Pfanne, verteile den Teig durch schwenken der Pfanne gleichmäßig. Der Pfannkuchen bäckt so lange, bis er Blasen wirft und am Rand anfängt braun zu werden. Dann wird er gedreht und auf der anderen Seite nur ganz kurz gebacken ( 2-3 Sekunden). Raus aus der Pfanne und warmhalten. Es ist ganz wichtig immer am Herd stehen zu bleiben und immer volle Hitze zu haben, so werden die Pfannkuchen nicht zäh. Da ich Öl im Teig habe brauche ich keins mehr für die Pfanne.

In meinem alten Schulkochbuch steht für 4 Personen: 250 g Mehl, 2 Eier, 1/8 L Milch, etwas Salz. Ich nehme aber für 4 Personen 3-4 Eier und dann Mehl und Milch eben so viel, daß der Teig die richtige Konsistenz hat.

die Zutaten für Pfannkuchen

die Zutaten für Pfannkuchen

so sehen frische Eier aus

so sehen frische Eier aus

aufgeschlagene Eier

aufgeschlagene Eier

Milch dazu

Milch dazu

Mehl dazu

Mehl dazu

so flüssig soll der Teig sein

so flüssig soll der Teig sein

die erste Seite backen- jetzt wenden

die erste Seite backen- jetzt wenden

er ist fertig- nun warmhalten, der Nächste braucht nicht lange

er ist fertig- nun warmhalten, der Nächste braucht nicht lange

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Schaut Euch mal Porzellantreff an

Klickt mal auf Porzellantreff hier auf der rechten Seite. Ich finde, da gibts wahnsinnig schöne Sachen.

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Orangen- Mandelkuchen

Orangenkuchen mit Mandeln - ein orientalisches Rezept

Orangenkuchen mit Mandeln - ein orientalisches Rezept

Das ist ein richtig guter Orangen- Mandelkuchen, ich habe ihn in einer Woche 2 mal gebacken. Sehr fein auch mit Mandarinen statt den Orangen. Ich habe die Mandeln nicht ganz fein gehackt, dadurch hat der Kuchen ein wenig Biss.  Hier gehts zum  Rezept. Oder hier gehts nach Australien zu Food Safari.

Gut dazu schmeckt geschlagene Sahne oder ein Löffel Joghurt.

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Apfelbrot

Ich lasse die Äpfel , Nüsse , Zucker usw. nicht mehr die ganze Nacht ziehen- eine Stunde reicht. Die Backzeit kann gerne 1 Std. 20 Min. sein. Das Rezept steht hier es kann gerne auch abgewandelt werden durch andere Trockenfrüchte, Nüsse usw. Den Teig für das Apfelbrot  habe ich dieses mal auf ein tiefes Backblech gestrichen und 45 Minuten gebacken. Nach dem Abkühlen dann in kleine Würfel geschnitten und in Weihnachtstüten gefüllt, weil es eine Spende für einen Weihnachtsmarkt war.

Hier noch ein Link zu einem anderen Apfelbrot, ich habe es noch nicht ausprobiert, aber es liest sich sehr gut.

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