Kategorie-Archiv: Nachtisch

Wie macht man denn richtige Schupfnudeln? von 18hundertschlagmichtot

Ich finde die kleinen Zettelchen, handgeschrieben oder aus Zeitungen ausgeschnitten, die man in alten Kochbüchern findet immer sehr spannend. In einem alten Kochbuch von 1940 fand ich diesen:

Schupfnudeln und kein Ende  Tennisschuhe.jpg

Konstanz Kein Ende nimmt unter den Südkurier- Leserinnen die Diskusion über die fachgerechte Zubereitung von Schupfnudeln, die die Lokalkolumnistin Edith entfacht hatte. Gar nicht einverstanden mit den bisher veröffentlichten Rezepten ist Maria Zimmermann aus der Riedstraße aus Konstanz:  “ Was da unter Schupfnudeln versprochen  wird, sind schlichtweg Kartoffel-Nudeln ( Bauzen) „, schreibt die 77 jährige, die als älteste von vier Geschwistern von ihrer Mutter 1918 in die Kunst des Kochens eingeweiht wurde. “ Damit die Echtheit der Schupfnudeln erhalten bleibt “ bittet sie den Südkurier um den Abdruck eines Rezeptes nach einer Überlieferung um die Jahrhundertwende. Diese Bitte wird gerne erfüllt.

“ Schubbfnudla zom Sauergraud “ ist die Delikatesse überschrieben, die wie folgt zubereitet wird:

Schwarz- oder Weißmehl, Salz, Wasser ( Ei kann, brauchd aber ned unbedingd ) zom feschda Deig knedn, mid di Handballa gloine dünne Würschdle drea, ins kochende Salzwassr schubbfa, bissele aufkocha, abschregga, leischd in Fedd röschdn. Sie heußen auch Bauchschdubbfer.

Naa?! alles verstanden 😉

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Kirschenmichel- oder ein Michel mit Äpfeln

Bilder vom Abendmarkt und Gemüsevom Feld 004.jpgDer Kirschenmichel ist auch wieder so ein altes Rezept, das nicht in Vergessenheit geraten sollte. Er geht so einfach und schmeckt so gut, daß immer alle begeistert sind .

Mein Rezept geht so: Ich schneide dünne Scheiben von einem Baguette vom Vortag. Diese Brotscheibchen kommen in eine große Schüssel und werden mit ca. 1/2L kochendheißer Milch übergossen. Die Milch soll das Brot aufweichen aber nicht matschig machen. Nun kommen 5 ganze Eier, eine handvoll Zucker- und Hatweizengrieß und ein Päcken Mandelstifte und 1 Teelöffel voll  Zimt dazu. Diesen Teig vermengen und unbedingt abschmecken. Es kann gut sein, daß der Zucker nicht jedem reicht ( ich mag den Kirschenmichel nicht zu süß ). Nun kommen 2 Gläser abgetropfte Sauerkirschen in die Masse- einmal kurz umrühren und schon fertig.

Diese Teigmasse wird jetzt auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und glattgestrichen. Ich mache dann in die Masse mit einem Teelöffel kleine Löcher ( etwa 6-8 ) und gebe je 1 Teelöffel voll Butter in die Löcher.

Der Kirschenmichel wird bei ca. 180°C  Unter-und Oberhitze 45 Min. gebacken.

Er schmeckt sehr gut lauwarm, aber natürlich kann man ihn auch kalt essen.

Ich hatte gestern keine Kirschen im Haus- aber selbstgemachtes Apfelkompott mit Rosinen im Keller. Also, habe ich das mal anstelle der Sauerkirschen mal mit Apfelkompott ausprobiert. Dabei das stückige Apfelkompott nicht einfach unter den Teig gerührt, sondern die Brotmasse auf das Backblech gestrichen das Kompott in kleinen “ Inselchen “ dazwischen verteilt. Dir -Nicole,- hat der Kirschenmichel mit Apfelkompott besser geschmeckt :-)

Ich werde ihn wieder machen.

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Fleischlose Tage – Rupfhauben

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Kochen mit Erika: Mit Mehlspeisen kann man das Fasten überlisten

Fasten hin oder her – ganz ohne Lebensfreude, ganz ohne Geselligkeit sollten auch diese vorösterlichen Wochen nicht bleiben. Vor allem dann, wenn in der Familie Geburtstage und Namenstage in diese Zeit fallen und man diese auch gebührend feiern möchte. Die fleischlosen Tage sind in Bayern, besonders im bäuerlichen Lebensraum, unter den strengen Augen der Geistlichkeit mit großer Gewissenhaftigkeit gehalten worden. Neben den Freitagen gab es die vierzigtägige Fastenzeit, das Sommer- und das Adventsfasten. Das hat die Hausfrauen wendig und schlau gemacht. Sie wussten ihren Lieben Schmackhaftes zu bieten, das zwar fastenmäßig bescheiden, aber dennoch köstlich sein sollte.

Kaum eine andere Art von Speisen sind für die Fastenzeit so charakteristisch wie die Mehlspeisen. Rahm, Sahne, Zucker, Eier – obwohl ganz früher noch verboten – werden verschwenderisch für Strudel, Kuchen und Süßspeisen verwendet. Was es da aus den eigentlich immer gleichen Zutaten alles gibt, ist erstaunlich. Aus dem guten weißen Mehl, aus ihren großen Schmalztöpfen, und mit den Produkten des wieder fleißiger legenden Federviehs vermochten die Bäuerinnen das Vorhandene mit Phantasie zu variieren. Man könnte wochenlang bei einer guten bayrischen Hausfrau sein und immer wieder etwas Neues kennen lernen. Dampfnudeln, Rohrnudeln, Kartoffelnudeln, Grießschnitten, Scheiterhaufen und die Vielzahl an Knödeln – wer mag sie aufzählen. Sie waren und sind ebenso nahrhaft wie preiswert. Man kann sich ob der Reichhaltigkeit durch ein Schlaraffenland von Mehlspeisen durchessen und täglich aufs Neue entzückt sein. Doch dürfte es dabei ratsam sein, die Mahlzeiten an anderer Stelle etwas bescheidener zu bemessen. Denn all die Herrlichkeiten aus Mehl, Rahm und Eiern haben leider Kalorien in sich, und unversehens hat man diese bald an sich. Wer möchte das in einer Zeit, in der alles nach der schlanken Linie strebt?

Eine eher seltene Fastenspeise sind „Rupfhauben“, dieses urbayrische Schmankerl ähnelt ein bisschen dem Rezept für Dampfnudeln. Aber das Besondere an den Rupfhauben ist ihre eigenartige Form .

Und so werden die Rupfhauben gemacht:

So stehen sie in einem alten Kochbuch:

Aus 1 Pfund Mehl, Salz, 1/8L Wasser, 2Eiern, 10g Hefe bereitet man auf dem Brett einen feinen, ziemlich festen Nudelteig, in dem man die Hefe trocken einbröseln lässt. Der Teig wird dadurch lockerer.

Dann wälzt man ihn zu einer Rolle und schneidet davon kleine Stücke ab. Diese walkt man zu untertellergroßen, messerrückendicken Fladen aus und lässt sie eine Viertelstunde liegen. In einem breiten, niedrigen Tiegel lässt man ein Stück Butter oder Butterschmalz und 1/2 L Milch aufkochen ( man kann auch 1 EL Zucker und einige Apfelstücke dazugeben ), nimmt die Teigflecke in der Mitte hoch und stellt sie wie Zelte ( Hauben )  dicht nebeneinander in die heiße Milch. Dann deckt man sofort zu Deckel muss gut schließen. Ohne dass derTopf geöffnet werden darf, müssen die Hauben bei mittelgroßer Hitze nun eine halbe Stunde kochen. Der Dampf hält die Hauben in Form. Die Hauben kündigen ihr “ wir sind fertig “ durch das Knistern des Fettes an. Das verrät, dass alle Flüssigkeit aufgesogen ist.

Sie müssen schöne braune und saftige Krusten ( Ramerl ) haben. Man nimmt sie mit dem Backschäuferl heraus, stell sie aufvorgewärmte Teller und isst dazu Eingemachtes oder Kompott.

Quelle: Suedkurier

Ich habe das Rezept noch nicht nachgemacht, desshalb gibt es noch kein Bild dazu. Habe es aber vor, denn das Rezept klingt vielversprechend.

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Dinnele,Dinnete,Dinne oder auch Dünnele oder schwäbische Pizza

Wir nennen sie Dünnele und sie schmecken einfach nur gut.

Wie so manches gutes Gericht entstand das Dünnele so nebenbei. Wenn die Bauersfrauen ihr Brot gebacken haben, dann machte das viel Arbeit. Es war ja auch nicht nur ein Brotlaib der gebacken wurde, es waren schon einige Laiber, die in den heißen Brotbackofen geschoben wurden. Der Ofen wurde  angeheizt und musste eine bestimmte Temperatur haben. War der Ofen zu heiß, verbrannte die Kruste und das Brot war  nicht durchgebacken. Da die Bauersfrauen diese erste  große Hitze des Ofens nutzen wollten und an dem Brotbacktag nicht auch noch gekocht werden sollte , entstanden  die Dünnele.

Man nahm einen Teil des Brotteiges, formte ihn zu ganz dünnen Fladen und belegte ihn mit dem was man hatte.  Das waren  Speck,  Zwiebeln,  Äpfel,  gekochte Kartoffeln oder  Käse. Damit dieses nicht zu trocken wurde,  gab man einen Löffel Rahm auf den Teig und darüber zum Beispiel den kleingeschnittenen Speck. Dieses Dinnele schob man in den Ofen,  der dünne Teig konnte die große Anfangshitze des Backofens vertragen,  die Dinne war schnell gebacken.  Die Familie bekam ihr Mittagessen auf die Hand, der Brotbackofen hatte nun seine richtige Temperatur für das Brot.


Im Badischen gibt es einige Lokale die sich auf Dünnele spezialisiert haben.  Sie werden im Steinbackofen gebacken und sofort serviert.  Man isst sie nicht mit Messer und Gabel sondern wie ursprünglich  aus der Hand. Es gibt verschiedene Möglichkeiten sie zu belegen. Der Grundbelag ist immer Schmand, darauf kann kleingeschnittener Speck, geriebener Käse, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Spinat, grober  Pfeffer, oder Apfelringe ( diese werden mit Zucker u. Zimt bestreut ) gelegt werden. Wie man seinen Dünneleteller zusammenstellen will kann man wählen. Getrunken wird dazu Most. Wir essen unsere Dünnele gerne im Gasthaus Kranz in Liggeringen. Eine urig eingerichtete alte Kneipe in der man nie Platz findet, sie ist immer voll. Im Sommer kann man unter Kastanienbäumen draussen sitzten, aber nur wenn man sich einen Platz reserviert hat.

Aaber… Dinnele kann man natürlich auch selber machen, unsere haben mindesten so gut, nein, sie haben besser geschmeckt!!Eignungstest 024.jpgEignungstest 021.jpgEignungstest 026.jpgEignungstest 023.jpg

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Wie zaubert man aus Äpfeln ein leckeres Dessert?

Ein sehr leckeres Dessert aus Äpfeln ist der Apfelpfannkuchen. Ob er nun als Dessert oder als Hauptgericht gegessen wird. Vorher eine Gemüsesuppe ( ich koche immer einen großen Topf davon und friere portionsweise ein ) danach diese Apfelpfannkuchen. Im Keller lagern bei mir noch Äpfel vom Herbst, die kann man wunderbar dazu verwenden.

Dazu werden die Äpfel geschält, Kerne raus und in Spalten geschnitten. In einer Pfanne  Butter zerlaufen lassen, die Apfelspalten dazugeben und sachte weichdünsten. Dann eine nicht zu dicke Schicht vom Pfannkuchenteig darübergeben und langsam braten. An den Rand der Pfanne kann man ( so macht es Lafer) etwas Zucker geben und diesen karamilisieren lassen. Mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

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Dessertvorschläge nicht nur für Weihnachten

In dem Kochblog Foolforfood, den ich sehr gerne lese, finden sich Dessertvorschläge die sich noch kurz vor Weihnachten gut verwirklichen lassen. Vieles für Anfänger ( also für Leute die bei mir gut aufgehoben sind ). Aber auch ganz tolle Sachen für richtige Könner. Das lohnt sich wirklich da mal nachzuschauen.

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Eierlikör- Mousse

Aus  dem feinen Eierlikör hier im Blog  ein Eierlikör- Mousse

  • Die Zutaten:
  • 5 Eigelb
  • 80 g Zucker
  • 8 cl Eierlikör
  • 5 Blatt Gelatine
  • 1/2 L Sahne
  • 1 Tl Kakaopulver

Eigelb und Zucker gut schaumig rühren, den Eierlikör dazugebeben. Die in kaltem Wasser 5 Minuten eingeweichte Gelatine ausdrücken und in wenig heißem Wasser auflösen. Unter den Eischaum ziehen. Zuletzt die steif geschlagene Sahne unterheben. In eine Schüssel füllen und mindestens 6-8 Std. kalt stellen. Mit 2 Esslöffeln Nocken abstechen, mit Kakaopulver bestreuen und servieren.

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Schaut Euch mal Porzellantreff an

Klickt mal auf Porzellantreff hier auf der rechten Seite. Ich finde, da gibts wahnsinnig schöne Sachen.

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Exotischer Fruchtsalat von Reiner Callmund- leicht scharf

  • Hmm, den hab ich am Wochenende gegessen und der ist wirklich sehr gut. Der Fruchtsalat schmeckt sehr gut zu Käse oder gegrilltem Fleisch. Auch zu kaltem Fleisch kann ich mir den Fruchtsalat gut vorstellen.
  • Zutaten:
  • 3 reife Mangos
  • 1 Ananas
  • 2 Papayas
  • 2 rote Chilischoten
  • 100 ml frischgepresster Orangensaft
  • 100 ml Kokosmilch ( ungesüßt )
  • 1/2 Eßl. Speisestärke
  • 3-4 El Weißweinessig
  • 4 El neutrales Öl
  • Salz,Pfeffer
  • 1-2 Tl Zucker
  • 1 Bund Koriandergrün

Das Fruchtfleisch von Mangos, Ananas und Papayas in Spalten und Quatrate schneiden. Die Chilischoten entkernen und kleinwürfeln. Orangensaft und Kokosmilch aufkochen lassen. Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glattrühren, und unter Rühren aufkochen lassen. Der Saft soll leicht gebunden ( etwas dicklich) sein. Abkühlen lassen. Essig und Öl, Salz,Pfeffer, Zucker und Chili dazugeben.

Die Früchte mit der Marinade übergießen. In einer schönen Glasschale ist der Salat ein schönes Geschenk.

Vor dem Servieren mit kleingehacktem Koriandergrün betreuen.

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Quitten was sind das für Früchte ? – Quittenkompott

Quitten

Quitten

Sie sind nun reif, und hängen leuchtend gelb am Baum – die Quitten. Man findet Quitten selten auf den Märkten, vielleicht werden sie nicht so oft gekauft weil sie Arbeit machen?denn einfach so reinbeißen kann man in eine Quitte meist  nicht.

Quitten werden seit mehr als 4000 Jahren angebaut und stammen ursprünglich aus Persien wo sie heute noch wild wachsen. In Mesopotanien wurden sie schon früh kuliviert danach auch in Griechenland. Im Antiken Griechenland war die Quitte die heilige Frucht der Aphrodite. Bei den Römern entsprechend der Venus geweiht. Sie galt als Symbol der Liebe und, wegen der vielen Kerne, auch der Fruchtbarkeit sowie der Klugheit, des Glücks und langen Lebens. Nach Aussagen arabischer Ärzte im Mittelalter versprach der Genuss von Quitten während der Schwangerschaft  den Müttern kluge und schöne Kinder. Der weise Solon von Athen verfügte in einem seiner Gesetze , dass jedes Brautpaar bevor es das Hochzeitsgemach betrat in eine Quitte beißen musste, um es daran zu erinnern, dass in der Ehe wie im Leben nicht nur  Süßes , sondern auch Herbes zu erwarten ist.

Ach Hildegart von Bingen beschrieb sie als bekömmlich. In Rezepten aus dem Mittelalter und der Renaissance  wird die Quitte oft als Bestandteil von gekochten Gerichten erwähnt. Auch heute noch passen Quitten noch sehr gut zu Ragout oder Schmorsoßen mit langer Garzeit. Ein Stück Quitte mit dem anderen Wurzelgemüse zu einem Schmorbraten ergibt eine feine Soße.

Die Quitte hat einen hohen Pektingehalt und eignet sich sehr gut zur Herstellung von Gelee, Marmelade Quittenwein oder Quittenkonfekt.

Hier ein Rezept für ein Quittenkompott mit  Ingwer:

1 Kg Quitten schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Mit 1/4l Apfelwein, 1/4 L Wasser, 2 Nelken ein kleines Stück kleingschnittener Ingwer kochen bei geschlossenem Deckel. Etwa 20 Min. Danach 8 El Zucker dazugeben und nochmal 20 Min. durchziehen lassen.

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