Maikäfersuppe – aus alten Kochbüchern


Hallo Angelika
Habs mal gechafft dir das Rezept zu suchen und zum Nachkochen rauszuschreiben
-oder auch nur so, für dein blog.

Maikäfersuppe

Die Käfer von welchen man 30 Stück auf eine Portion rechnet,
werden so wie sie geangen sind gewaschen,dann ganz in einem Mörser
gestoßen,in heiser Butter hart geröstet und in Fleischbrühe aufgekocht,
dann fein durchgeseihet.
Ist die Fleischbrühe auch schlecht,so wird sie doch durch die Kraft der
Maikäfer vorzüglich und eine gut bereitete Maikäfer ist schmackhafter,
besser und kräftiger als eine Krebssuppe.Ihr Geschmack ist angenehm,die
Farbe bräunlich,wie die der Maikäferflügel,daraus so wie sie auch ohne
Fleischbrühe,mit Wasser bereitet,eine gute und kräftige Suppe gibt.
Man nehme aber keine Käfer von Eichen,weil diese einen zusammenziehenden
herben Beigeschmack haben.Es ist ein Irrtum,den Maikäfer aufreizende
Eigenschaften beizulegen,sie sind bloß ernährend.
In Konditoreien findet man überzuckerte Maikäfer und ißt sie kandiert an
den Tafeln der Reichen zum Nachtische.
Alle Gäste,welche von einer solchen Maikäfersuppe ohne es zu wissen aßen,
genossen sie mit Wohlgeschmack und ließen sich wiederholt davon geben.
Will man täuschen,so tut man zu dieser Suppe einige Krebse.Ihre Farbe wird
dann rot und pressiert dann für eine vortreffliche Krebssuppe. Besonders
wenn sich in derselben noch einige Krebsschwänze finden

Anmerkung der Autorin: Bitte beachten Sie ,daß die Maikäfer jetzt unter
Naturschutz stehen !

Quelle: Meine Traditionsrezpte
von Christa Gombel

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6 Gedanken zu „Maikäfersuppe – aus alten Kochbüchern

  1. admin Artikelautor

    Letztes Jahr so um die Weihnachtszeit brachte der HR im Fernsehen verschiedene Beiträge über hessische Spezialitäten. Darunter war tatsächlich auch ein Rezept mit Maikäfern. Ich dachte, sowas gabs nur zu Kriegszeiten aber nein, man ißt sie tatsächlich heute noch. Ich bevorzuge auch den Kohlrabi.

  2. creezy

    Ich war mal mit einem Freund – als die Mauer noch stand – spätabends an der Glienicker Brücke (Westseite) und wir unterhielten uns mit dem Wächter, die damals dort aufpassen musste, dass keiner von uns in die DDR rüber machte … ,-) Der hatte die ganze Hand voller Maikäfer, die dort in diesem Jahr wohl zu Hauf vorkamen. Das war für uns Städter eine sehr spannende Erfahrung. Diese Erfahrung aber im Hinterkopf überlege ich gerade, wie es ist so 120 Maikäfer tot oder lebendig in der Küche zu verarbeiten … ich glaube, ich verzichte und bleibe liebe bei der Suppe die aus dem schmackhaften Insekt Kohlrabi gezaubert würde. ,-)

  3. Pingback: Angelika Witte

  4. admin Artikelautor

    Die braunen Krabbler wurden wohl bei lebendigem Leib gemörsert. Was hat man alles gemacht um dem Hunger zu entgehen :-)

  5. Pingback: Angelika Witte

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